Die Behandlung

Roman Steiner – Heilpraktiker

Wie verläuft eine Behandlung des Darms?

 

Viele Menschen die zu mir kommen setzen sich seit Monaten bis Jahren mit ihren Symptomen auseinander – manchmal haben diese gefühlt die gesamte Lebensführung verändert und schränken sie deutlich in ihrer Freiheit und ihren Entscheidungen ein.
Auch die Regulation des Darms ist ein – idealerweise begleiteter – Prozess über Wochen und Monate. Ich arbeite mit einer strukturierten Begleitung in mehreren Phasen. Der Verlauf ist individuell. Ziel ist immer vorrangig eine Verbesserung von Symptomen und die Regulation des gesamten Systems. Die Laborwerte können sich verändern, müssen aber nicht sofort folgen.

Das Modell das ich im Folgenden vorstelle ist kein Muss. Aber es ist es entspricht einem Behandlungsverlauf der sich im Laufe meiner 14 -jährigen Behandlungerfahrung als ausgesprochen sinnvoll erwiesen hat.

Die erste Phase: Darm-Check und Klarheit.

Immer wenn ich kann arbeite ich mit Laborwerten. Welche Werte wir für die Behandlung brauchen leitet sich aus der ausführlichen Anamnese ab. Die erste Phase umfasst also 3 Elemente: die Anamnese, die Laboranalyse und meine Einschätzung sowie eine erste Verschreibung.

Die Kosten der ersten Phase belaufen sich auf 300-350 €, wobei ca. 100,- € an das Labor gehen, für die Bestimmung der Werte, die die Grundlage unserer Behandlung darstellen.
Das ist das Fundament der Behandlung.

Die zweite Phase ist die Begleitphase.

Sie umfasst einen klar geführten, im Voraus miteinander vereinbarten Zeitraum. Hier findet der eigentliche Prozess statt: die dynamische Anpassung der Behandlung, das Sammeln von Erfahrungen (wie reagiert Ihr System auf einen neuen Reiz?), und die Integration von Behandlungsimpulsen in den Alltag.

Wir arbeiten in dieser Phase an echten, nachhaltigen Veränderungen, und das braucht Zeit.

Die Erfahrung zeigt, dass 3 Monate ein Minimum sind, um Ihr System Schritt für Schritt zu stabilisieren und die Behandlung dynamisch anzupassen. Letztendlich ist die Begleitphase individuell, aber eine mögliche Form, die sich bewährt hat ist:

monatlich 2 Termine (in Präsenz oder via zoom)
bei Bedarf klare Anpassung der Verschreibung an die Realität des Alltags und an die Bedürfnisse der Patienten (Medikation, Dosierung, Ernährung).
klarer, regelmäßiger Support – Kontakt über E-mail oder Messenger. 1-2x/ Woche gebündelt Rückfragen und Antworten bzw. Anpassung entsprechend des Verlaufs. Selbst wenn alles perfekt läuft gibt es von Patientenseite 1x/ Woche ein kurzes Update.

Die Kosten dieser Phase belaufen sich auf 250-300 €/Monat. Sie ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche, nachhaltige Integration der Behandlungsschritte.

Was sind die Vorteile einer solchen Begleitung?

Ein Behandlungsplan ist eine gute Basis, aber meistens gibt es noch Fragen: ist dieses Produkt besser oder Jenes? Dann werden die Mittel eingenommen, und Patienten merken: das vertrage ich jetzt doch nicht so in dieser Form/Dosierung. Dann also muss die Einnahme angepasst werden. Außerdem gibt es gewöhnlich x Fragen nicht nur rund um die Medikation, sondern auch um die sonstige Lebensführung: wie gehe ich mit Triggern um wie Stress oder Schlafmangel? Wie kann ich die Ernährung so anpassen, dass es in meinen Arbeitsalltag passt? Und dann die Verunsicherung, wenn Symptome während der Behandlung doch noch mal wiederkommen oder stärker werden – was bedeutet das? Wie soll ich das bewerten? Was soll ich jetzt machen?
Für all diese Fragen ist die strukturierte Begleitung da, und ich kann aus meiner Erfahrung versichern: sie ist Gold wert, weil sie Zweifel ausräumt und ein Gefühl von Klarheit und Sicherheit vermittelt – besonders in solch einer wichtigen, weichenstellenden Phase der Veränderung.

Abschluss der Behandlung

Am Ende der vereinbarten Phase gibt es einen abschließenden Termin, um die Ergebnisse der Behandlung zu besprechen und einen Ausblick auf den weiteren Verlauf zu geben. Dieser letzte Termin kann mit einer erneuten Laboranalyse verbunden werden, wobei diesmal nur die Werte überprüft werden, die eingangs auffällig waren. In vielen Fällen aber ist die neuerliche Überprüfung der Werte überflüssig, und die subjektive Veränderung, die sich während der Behandlung ereignet hat, ausreichend.

Welche Krankheiten behandle ich?

  • Reizdarmsyndrom

  • Darmentzündungen
  • Leaky Gut
  • Essstörungen, emotionales Essen

  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Verdauungsschwäche (exokrine Pankreasschwäche)
  • Übergewicht und Adipositas
  • Verstopfung, Durchfallerkrankungen
  • Candida-Befall

  • Depression und Angsterkrankungen

  • Gallensäureverlustsyndrom

 

 

  • Nebennierenerschöpfung
  • Helicobacter Pylori-Überwucherung

  • SIBO (Dünndarmfehlbesiedlung)

  • Enterale Dysbakterie (z.B. nach Antibiotika-behandlungen)

  • Magensäuremangelsyndrom

  • emotionale und nervale Dystonie (Stimmungs-schwankungen)

  • Autoimmunerkrankungen

  • stressbedingte Überlastung und Überforderung
  • Ausleitung von Schwermetallen aus dem Darm

 

Therapie rund um den Darm

Der Zustand des Darms und seine Besiedlung durch unzählige Darmmikroben (die Darmmikrobiota) kann Grundlage für Stabilität, Gesundheit und eine unerschütterliche Abwehr sein, oder aber Quelle für verschiedenste Beschwerden, vom körperlichen bis in den emotionalen Bereich, vom Zustand der Verdauung bis hin zu neurologischen Beschwerden.

Ich biete Ihnen ein weites Spektrum an Behandlung und Beratung rund um den Darm, darunter Ernährungsberatung (s.o.), Darmreinigung- und Aufbau, Behandlung mit Mikronährstoffen und naturheilkundlichen Medikamenten, Begleitung bei darmassoziierten Ängsten nach Antibiotika“kuren“, und Beratung bei stressbedingten Darmbeschwerden.

Dabei stehen uns in einer Behandlung verschiedenste Tools aus Bereichen wie Achtsamkeitstraining (MBSR), Massage und Reflexzonentherapie, Yoga, Atemübungen u.v.a. zur Verfügung

 

Häufige Fragen und Antworten

Wie beginnt eine Behandlung?

  • Eine Behandlung kann über eine Ernährungsberatung oder direkt mit einer laborbasierten Darmanalyse beginnen.

Warum kommen PatientInnen zu mir?

  • Die Gründe sind vielfältig und reichen von Gewichtsregulierung, Energiemangel, emotionaler Unausgeglichenheit und Schlafstörungen, über Immunschwäche bis hin zu zehrenden Magen-Darm-Beschwerden mit Schmerzen, Verstopfung oder Durchfällen und stressbedingten Beschwerden.

Wie verläuft eine Ernährungsberatung?

  • Für eine Ernährungsberatung ist es günstig, im Vorfeld für mindestens 3 Tage die eigenen Ernährungsgewohnheiten zu dokumentieren, also aufzuschreiben, was wann und wie gegessen und getrunken wird (sitzend, stehend, liegend, gestresst, entspannt…). Diese Aufzeichnungen werden dann zur Grundlage der Beratung. Es gibt keine eine „richtige Diät“ – die Beratung ist individuell, orientiert sich an den Lebensbedingungen und den augenblicklichen Gewohnheiten und Möglichkeiten.

Was geschieht bei einer laborbasierten Darmdiagnostik?

  • Ich gebe Ihnen ein Testkit mit, das Sie mit etwas Stuhl befüllen (erkläre ich dann noch mal genau) und bei dem Labor, für das wir uns entschieden haben, einschicken. Welche Parameter überprüft werden, entscheiden wir im Vorfeld, abhängig davon, was Sie wissen wollen, oder welche Beschwerden Sie haben. Den Befund erkläre ich Ihnen genau, und erstelle für Sie einen Behandlungsplan, der z.B. aus naturheilkundlichen Medikamenten bestehen kann, die über einen bestimmten Zeitraum eingenommen werden. Mehr dazu auf Youtube: @skarab-darmgesundheit

Welche weiteren Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

  • In einer Behandlung können weiterhin eine Rolle spielen: Ein gezielter Einsatz von Pro-und Präbiotika, Teedrogen und Übungen wie achtsamkeitsbasierten Techniken zur Stressreduktion, Atemübungen und Auto-Massage-Übungen.
    Bei Bedarf zeige ich eine personalisierte Akupressursequenz, die täglich oder mehrmals wöchentlich ausgeführt wird. Alternativ kann ich Sie auch akupunktieren.

Was haben Gefühle mit Darmerkrankungen zu tun?

  • Wissenschaftlichen Studien zufolge lässt sich ein Zusammenhang zwischen Symptomen wie denen des Reizdarmsyndroms und belastenden Gefühlen und unaufgearbeiteten Erlebnissen vermuten. Diese liegen manchmal lange zurück. Deshalb spielt der Umgang mit Gefühlen in der Behandlung häufig eine Rolle. Methoden aus der bioenergetischen Medizin können hier unheimlich hilfreich sein.

Was ist die Emotionalkörpertherapie (EKT)?

  • Wenn Beschwerden sich keiner klaren Ursache zuordnen lassen, und sich als behandlungsresistent erweisen, kann eine Emotionalkörpertherapie gemacht werden: Ich leite eine Art Tiefenentspannung mit Elementen einer Autohypnose an, die es Ihnen ermöglicht, direkt in Kontakt mit Ihren Beschwerden (z.B. Schmerz) zu treten, und zu fragen, was sie brauchen.

Was ist die MET und wann kommt sie zum Einsatz?

  • Sollte sich herausstellen, dass die Symptome eine starke emotionale Komponente haben, mit unterdrückten Gefühlen einhergehen, oder mit nicht verarbeiteten biographischen Erfahrungen, kommt die MET zum Einsatz: eine einfache Klopftechnik, mit der sich belastende Gefühle auflösen lassen.

Wie verfahren Sie, wenn Stress eine Rolle spielt?

  • Wenn Stress im Vordergrund steht, oder Sie sich ausgebrannt fühlen, analysieren wir Ihr Stressprofil, entwickeln Ressourcen, die Ihre Resilienz gegenüber Stress steigern, und überprüfen labortechnisch die Funktion der Nebennieren, die sich bei lange anhaltendem Stress häufig erschöpfen. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, weitere Informationen über das Verhältnis von Mikronährstoffen im Körper zu erlangen, z.Bsp. über eine Haarmineralanalyse, wie sie das Labor Verisana anbietet. Nahrungsergänzungsmittel und Veränderungen im Lebenswandel stellen hier die Grundlage der Behandlung dar.

Wann kommt Körperarbeit zum Einsatz?

  • Manche Menschen beginnen eine Behandlung gerne mit einer Massage oder Fußreflexbehandlung. Zusätzlich zu der wohltuenden Wirkung bietet sich dabei die Gelegenheit, sich kennenzulernen, und bereits über mögliche Inhalte einer weiteren Behandlung auszutauschen. Damit diese Möglichkeit allen offen steht, halte ich die Preise für reine Körperarbeitssitzungen bewusst niedrig. Außerdem stellt Bewegung einen wichtigen Pfeiler auf dem Weg der Heilung dar, wenn es um den Darm geht. Yogatherapie kann hier eine wunderbare Methode sein.

Ist eine vorbeugende Behandlung des Darms sinnvoll?

  • Es gibt durchaus auch PatientInnen, die keine starken Symptome aufweisen, sich aber vorbeugend einer Darmdiagnostik unterziehen möchten, weil sie sich für ihre Werte interessieren, oder erfahren wollen, wie sie ihre Gesundheit vom Darm her optimieren, und Krankheit vorbeugen können. Auf Wunsch berate ich über vorbeugende Strategien für ein gesundheitsförderndes Essverhalten.

Welche Rolle spielt das Nervensystem in der Behandlung?

  • Ich biete ein Auto-Regulationstraining für das Nervensystem im Zuge von Burnouterkrankungen an (Polyvagale Therapie, Meditation, Achtsamkeitstraining).