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	<title>Allgemein Archive | Skarab – Praxis für Darmgesundheit</title>
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	<description>Behandlung des Darms und Erhalt seiner Gesundheit</description>
	<lastBuildDate>Mon, 02 May 2022 12:06:09 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Allgemein Archive | Skarab – Praxis für Darmgesundheit</title>
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	<item>
		<title>Moderne Therapie des Darms</title>
		<link>https://skarab.de/moderne-therapie-des-darms/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roman Steiner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Feb 2022 09:38:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schon immer war in der Naturheilkunde bekannt, dass bei den meisten Erkrankungen der Darm mit therapiert werden muss. Heute wissen wir mehr über unseren Darm als je zuvor, und können altes Wissen mit modernsten naturheilkundlichen Therapiemethoden verbinden. In der modernen Therapie des Darms kommen erprobte naturheilkundliche Präparate zur Anwendung, genauso wie Tees und Kräutermischungen. Manuelle [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://skarab.de/moderne-therapie-des-darms/">Moderne Therapie des Darms</a> erschien zuerst auf <a href="https://skarab.de">Skarab – Praxis für Darmgesundheit</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Schon immer war in der Naturheilkunde bekannt, dass bei den meisten Erkrankungen der Darm mit therapiert werden muss.</p>



<p>Heute wissen wir mehr über unseren Darm als je zuvor, und können altes Wissen mit modernsten naturheilkundlichen Therapiemethoden verbinden.</p>



<p>In der modernen Therapie des Darms kommen erprobte naturheilkundliche Präparate zur Anwendung, genauso wie Tees und Kräutermischungen.</p>



<p>Manuelle Therapien können eine Rolle in der Behandlung spielen. Dazu gehören z.Bsp. die Darmmassage oder Reflexzonenenmassage.</p>



<p>Schonende Darmreinigungsverfahren werden bei Bedarf genauso eingesetzt, wie die gezielte Verordnung von Probiotika und Präbiotika, um die Mikrobiota zu pflegen und aufzubauen.</p>



<p>Immer frage ich auch nach den Lebensumständen, wenn ich den Darm behandle.</p>



<p>Essgewohnheiten, negativer Stress und Lebensgewohnheiten, die den Darm schädigen, werden in einer Behandlung auf ihren Ursprung hin hinterfragt und an ihrer Wurzel angegangen.</p>



<p>Das Erstellen eines Stressprofils kann zu einer Therapie des Darms dazu gehören.</p>



<p>Natürlich auch eine ausführliche Ernährungsberatung.</p>



<p>Der Umgang mit negativen Emotionen kann genauso eine Rolle spielen, wie mit „emotionalen“ körperliche Beschwerden.</p>



<p>In diesem Zusammenhang stehen in der Praxis therapeutische Methoden wie die MET (Klopftherapie) und EKT (Tiefenentspannung in Verbindung mit Autohypnosetechniken) zur Verfügung.</p>



<p>Therapie bei Darm-Gehirn-Störungen:</p>



<p>Die Therapie kann hier nicht nur den Darm betreffen.</p>



<p>Bei einer Störung der Darm-Hirn-Achse spielen sogenannte „Mind-Body-Therapien“, wie Formen des Achtsamkeitstrainings, eine wichtige Rolle, um wieder zu lernen, ein überaktives emotionales Netz im Gehirn zu steuern.</p>



<p>In der Praxis arbeite ich an dieser Stelle mit Techniken wie der Klopftherapie (MET), die helfen können, mit akuten starken Emotionen wie Angst einen Umgang zu finden.</p>



<p>Auf lange Sicht ist eine Ernährungsumstellung genauso wichtig wie eine Therapie mit Probiotika.</p>



<p>Außerdem finden wir gemeinsam Wege, um mit Stress umzugehen, um so die Lebensqualität zu verbessern.</p>



<p>Eine Behandlung mit naturheilkundlichen Medikamenten findet auf der Grundlage einer Stuhlprobe statt, so dass sie genau an den augenblicklichen Zustand des Darms angepasst werden kann.</p>



<p>Auch der Behandlungsverlauf und -erfolg läßt sich auf diesem Weg gut kontrollieren, um die Behandlung ggf. anzupassen.</p>



<p>Die Darmmikrobiota pflegen</p>



<p>Was können Sie selbst tun?</p>



<p>Ich empfehle Ihnen, zu ihrem Darmmikrobiom eine Beziehung aufzubauen, damit Sie ihr großes Potential anzapfen können.</p>



<p>Die Darmmikroben sind wie unsere Haustiere &#8211; eigentlich darauf bedacht, uns zu helfen, und unsere Gesundheit zu erhalten, wenn wir bereit sind, mit ihnen zusammen zu arbeiten, und wissen, wie wir sie dabei unterstützen können.</p>



<p>Die Darmmikrobiota lässt sich vor Allem mit natürlichen, „ökologischen“ Methoden pflegen.</p>



<p>Eine wichtige Rolle spielt hier die Ernährung: weniger tierisches, mehr pflanzliches Fett; eher Fisch und Geflügel als rotes Fleisch, viele Präbiotika in Form von verschiedenen pflanzlichen Ballaststoffen, das Vermeiden extremer Diäten, die die natürliche Vielfalt der Nahrung einschränken, von Massentierhaltung und Industrieprodukten (nichts essen, was Großmutter nicht als Essen erkannt hätte)- das sind allgemeine Ratschläge.</p>



<p>Darüber hinaus kann bei mir in der Praxis eine Ernährungsberatung gebucht werden. Ich untestütze Sie darin, eine behutsame Ernährungsumstellung zu erreichen, die die aktuellen Gewohnheiten und individuellen Möglichkeiten respektiert.</p>



<p>Einige Tipps zum Erhalt und zur Pflege der Darmmikrobiota</p>



<ul class="wp-block-list"><li>möglichst viele fermentierte Produkte und natürliche Probiotika zu sich nehmen, v.a. wenn Sie unter Stress stehen, oder nach einer Antibiose (Kimchi, Sauerkraut, Kombucha, Miso, Joghurt&#8230;).</li></ul>



<ul class="wp-block-list"><li>Emulgatoren und künstliche Süßstoffe meiden, um die Vielfalt der Darmmikrobiota in schwierigen Zeiten aufrecht zu erhalten.</li></ul>



<ul class="wp-block-list"><li>Kleinere Portionen essen(!)</li></ul>



<ul class="wp-block-list"><li>Gelegentliches Fasten (z.Bsp. Getreidefasten, „Dinner Cancelling“&#8230;), um die periodische heftige Kontraktionswelle („migrierender motorischer Komplex“) zu begünstigen, und Mikroben aus dem Dünndarm zu entfernen, die sich aus dem Dickdarm dorthin verirrt haben (SIBO &#8211; Dünndarmfehlbesiedlung).</li></ul>



<ul class="wp-block-list"><li>Essen Sie nicht, wenn Sie gestresst, wütend oder traurig sind. Ein negativer emotionaler Zustand macht den Darm durchlässiger, aktiviert sein Immunsystem und bewirkt die Abgabe potenziell schädigender Signalmoleküle: negative Emotionen können die Darmmikrobiota reduzieren! Essen, wenn es einem schlecht geht, ist schlecht für das Gehirn und den Darm (negative Emotionen werden „mit gegessen“).</li></ul>



<ul class="wp-block-list"><li>Harmonische Mahlzeiten in Gemeinschaft: „Glückliche Mikroben“ produzieren andere Signalmoleküle. Dankbarkeit statt Stress.</li></ul>



<ul class="wp-block-list"><li>Strategien entwickeln, um negative Emotionen aufzulösen, und positive einzuladen: Alltagsinseln wie Entspannungsübungen oder Achtsamkeitstraining.</li></ul>



<p>Rituale wie ein kurzer „Bodyscan“ vor dem Essen, oder das Segnen der Nahrung.</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Eine Beziehung zum Bauch aufbauen durch Selbstwahrnehmung, Bauchmassagen, Atemübungen. Empfindungen, die z.Bsp. mit einer tiefen Bauchatmung einher gehen spüren, ohne sie zu bewerten.</li></ul>



<ul class="wp-block-list"><li>Gehirn und Darmmikrobiota fit halten durch Ernährung, Bewegung, und Atem („aerobes Training“).</li></ul>



<ul class="wp-block-list"><li>In der Schwangerschaft: Vor der Entbindung auf Ernährung und Stress achten.</li></ul>



<ul class="wp-block-list"><li>Die Entbindung auf natürlichem Weg, möglichst kein Kaiserschnitt.</li></ul>



<p>Die letzten beiden Punkte mögen als besonders schwer beeinflussbar erscheinen.</p>



<p>Aber mit dem entsprechenden Vorwissen lassen sich durchaus wichtige Weichen stellen.</p>



<p>Ich selber bin Vater von drei Kindern. Eines ist im Geburtshaus zur Welt gekommen, die beiden anderen bei uns zuhause.</p>



<p>Sie bei diesen und allen der genannten Maßnahmen zu unterstützen, zu beraten und zu begleiten, ist mein Anliegen bei „SKARAB“- der Praxis für Darmgesundheit.</p>



<p>Die Empfehlungen dieses Artikels entstammen vor allen meinen therapeutischen Erfahrungen. Sie entsprechen neuesten Forgschungsergebnissen, die in den folgenden Büchern nachgeslesen werden können:</p>



<p><em>Emeran Mayer, „Das zweite Gehirn“ ,</em></p>



<p><em>Alanna Collen, „10 % human“</em></p>



<p><em>Michael D. Gershon, „The second brain“</em></p>



<p><em>Gregor Hasler, „Die Darm-Hirn-Connection“</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wenn der Darm erkankt</title>
		<link>https://skarab.de/wenn-der-darm-erkrankt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roman Steiner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Feb 2022 09:32:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Darmassoziierte Erkrankungen Verschiebungen in der Zusammensetzung der Mikrobiota, Entzündungen und Veränderungen an der Darmschleimhaut können Krankheitssymptome hervorrufen, die weit über den Darm hinaus reichen. Dazu gehören Allergien, allergisches Asthma, Hauterkrankungen wie Psoriasis (Schuppenflechte) und Neurodermitis sowie Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises. All diese Krankheiten gehen mit Veränderungen in der Darmmikrobiota einher, und können über den Darm [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Darmassoziierte Erkrankungen</p>



<p>Verschiebungen in der Zusammensetzung der Mikrobiota, Entzündungen und Veränderungen an der Darmschleimhaut können Krankheitssymptome hervorrufen, die weit über den Darm hinaus reichen. Dazu gehören Allergien, allergisches Asthma, Hauterkrankungen wie Psoriasis (Schuppenflechte) und Neurodermitis sowie Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises.</p>



<p>All diese Krankheiten gehen mit Veränderungen in der Darmmikrobiota einher, und können über den Darm therapiert werden.</p>



<p>Die Mikrobiota im Ungleichgewicht kann sogar zu Veränderung des Sozialverhaltens führen: Autismus-Spektrum-Erkrankungen werden mit einer veränderten Darmmikrobiota assoziiert. Genauso wird der Zustand unseres Darm mit „depressiven Verstimmungen“ in Verbindung gebracht.</p>



<p>Wie oben schon erwähnt, ist Serotonin ein „Glückshormon“, das entscheidend unsere Stimmung beeinflusst. 95% des Serotonins aber ist in unserem Darm gespeichert.</p>



<p>Unsere Darmmikroben und ihre Metaboliten*5 sind an der Entstehung einer Depression beteiligt und entscheiden maßgeblich über ihre Schwere und Länge.</p>



<p>Weitere Erkrankungen, die mit der Mikrobiota zusammenhängen sind (offensichtlich) Colitis Ulzerosa, Morbus Crohn, das Reizdarmsyndrom und Adipositas (das Mengenverhältnis von zwei wichtigen Mikrobenfamilien im Darm spielt eine entscheidende Rolle für die Entstehung von Übergewicht). Weniger offensichtlich gibt es eine direkte Verbindung zwischen der Menge und Vielfalt der Keime in unserm Darm und einem geschwächten Herzen – ein verändertes Mikrobiom kann also zu Herzerkrankungen führen!</p>



<p>Am erstaunlichsten vielleicht aber ist die Verbindungen des Darms zu degenerativen Krankheiten unseres Gehirns, wie Morbus Parkinson und Alzheimer.</p>



<p>Das Leaky-Gut-Syndrom *10, eine Sonderform der Entzündung im Darm, bei der die Darmschleimhaut durchlässig wird, geht häufig auch mit Verhaltensänderungen und emotionalen Veränderungen einher.</p>



<p>Auf lange Sicht kann es durch die aus dem Darm austretenden Stoffe zu Entzündungen im ganzen Körper kommen, die auch das Gehirn betreffen. Die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut und der Blut-Hirn-Schranke stehen in enger wechselseitiger Verbindung. Wir haben die gleichen Botenstoffe im Bauch wie im Kopf!</p>



<p>Ernährung und der Darm</p>



<p>Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass eine Vielfalt in der Ernährung, „etwas von Allem“ die Vielfalt der Darmmikrobiota begünstigt.</p>



<p>Außerdem muss auf die gefährliche entzündungsfördernde Wirkung hingewiesen werden, die eine Kost mit versteckten Fetten und künstlichen Süßstoffen mit sich bringt.</p>



<p>Das Problem versteckter Fette: sie vermehren vor allem das Viszeralfett im Bauchraum.</p>



<p>Das aber stellt eine Hauptquelle für Entzündungsmoleküle dar, die im Blut zirkulieren, und deren Anzahl so zunimmt. Durch solch eine „metabolische Endotoxämie“, also eine verdauungsbedingte Vergiftung, erhöht sich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs.</p>



<p>Außerdem überlisten Produkte mit versteckten Fetten, wie Chips oder gesalzene Nüsse, das Sättigungsgefühl, und fördern so Probleme wie chronisches Überessen.</p>



<p>Die für Lebewesen unwürdige Tierhaltung (Zuchtbedingungen, chronischer Stress, unnatürliches Futter, Medikamente) programmiert den Darm der Nutztiere auf Entzündungen</p>



<p>und Erkrankungen des Verdauungstrakts. Sie zu essen verändert erheblich und auf ungünstige Weise unsere Darm-Mikrobiom-Achse.</p>



<p>Herbizide wie Glyphosat führen außerdem zu Kollateralschäden in unserem Darmmikrobiom.</p>



<p>Es scheint, dass die Reduktion der Artenvielfalt auf der Welt und der Vielfalt unseres Darmmikrobioms sich entsprechen.</p>



<p>Das vermehrte Auftreten von Darmerkrankungen ist also nicht nur ein individuelles Geschehen. Über den Darm ist jeder von uns eng mit seiner Umwelt verbunden.</p>



<p>So läßt sich davon ausgehen, dass der Angriff auf die natürlichen Ökosysteme unserer Umwelt duch Herbizide und andere Umweltgifte zusammen mit der Schädigung der Darmmikrobiome des „Nutzviehs“ sich auf unsere Darmmikrobiota wesentlich auswirkt, und zu dem Anstieg von Gehirnstörungen in den letzten 50 Jahren ( Parkinson, Alzheimer, Autismus-Spektrum-Erkrankungen) massiv beigetragen hat.</p>



<p>Nahrungsmittelzusätze und versteckte Fette führen außerdem zu einer Verschiebung in der Darmmikrobiota, die die Entwicklung von Übergewicht bewirkt.</p>



<p>Fazit: Durch das<em> was, wann und wie wir essen, programmieren wir unsere Darmmikrobiota und die Signalmoleküle, die sie bildet.</em></p>



<p>So lassen sich Reizdarm-Symptome durch den Verzicht auf Gluten mindern.</p>



<p>Weizengluten wird zum Beispiel Brot, Nudeln, Pizza, Bier, Fleischspeisen, Soßen und Milch aus herkömmlicher Produktion künstlich hinzu gefügt, um ihre Konsistenz zu verbessern, oder die Haltbarkeit zu verlängern.</p>



<p>Ähnlich ist es mit Emulgatoren, die von der Lebensmittelindustrie als Konservierungsstoffe, Verdickungsmittel und Antioxidationsmittel eingesetzt werden, und die die Entwicklung von chronischen Darmerkrankungen und dem metabolischen Syndrom massiv fördern können.</p>



<p>Lange bevor ein Morbus Parkison Symptome wie den Tremor der Hände erzeugt, gibt es Magen-Darm-Beschwerden, wie z.Bsp. Verstopfung. Die Darmmikrobiota verändert sich erheblich.</p>



<p>Viele Erkrankungen, deren Entstehung und Verlauf als schwer beeinflussbar gilt, haben einen deutlichen Bezug zu unserem Darm, und ließen sich durch Maßnahmen wie eine angepasste Diät im Vorfeld günstig beeinflussen.</p>



<p>Moderner Lebenswandel und der Darm</p>



<p>Wir sind heute an viel mehr Chemikalien und Fremdstoffe (inklusive Medikamente und Strahlenbelastung) ausgeliefert als je zuvor. Gemeinsam mit dem Alltagsstress, unter dem die meisten Menschen inzwischen stehen, schaden sie dem Darmmikrobiom und der Darm-Hirn-Achse.</p>



<p>Das Ergebnis ist ein Ungleichgewicht, eine suboptimale Gesundheit über längere Zeit: „Man ist nicht krank und ist auch nicht gesund“.</p>



<p>Schulmedizinisch gibt es keinen Befund, aber wir sind chronisch gestresst, voller Sorgen, brauchen nach Belastung länger, um uns zu entspannen, leiden eventuell mehr oder weniger unter Übergewicht, einem Blutdruck an der Grenze zur Hypertonie und ständigen leichten Verdauungsstörungen.</p>



<p>Dieser Zustand stellt einen großen Risikofaktor für die Entwicklung schwerer, chronischer Krankheiten dar, die sich an diesem Punkt durch eine Behandlung noch gut vermeiden ließen. Er ist eine Aufforderung, sich um unsere Gesundheit zu kümmern, besonders um die Gesundheit unseres Darms.</p>



<p>Denn bei zusätzlicher Belastung trägt die Darmmikrobiota entscheidend zum Ausbruch einer chronischen Entzündung bei.</p>



<p>Eine „Metabolische Toxämie“*9 , eine Entzündung aufgrund der Ernährung und negativer Emotionen, kann zu strukturellen und funktionellen Veränderungen im Gehirn führen.</p>



<p>Die Darmmikrobiota „aktiviert“ den Darm und macht ihn durchlässig. So können chronischer Stress und eine Ernährung, die von versteckten Fetten dominiert wird, zur Entwicklung eines „Leaky gut“*10 beitragen.</p>



<p>Eine zusätzliche Belastung können Darminfektionen und Antibiotika sein.</p>



<p>Beide verringern die mikrobische Vielfalt im Darm, und erhöhen so unsere Anfälligkeit für Adipositas, chronische entzündliche Darmerkrankungen und andere Autoimmunstörungen.</p>



<p>Neben unseren Essgewohnheiten, unserer Lebensweise und Umwelt spielen aber auch frühe negative Lebenserfahrungen und die Aktivität unseres Immunsystems eine wichtige Rolle.</p>



<p>*5 <strong>Metaboliten</strong><em> sind chemische Signale, die die Darmmikroben aussenden, meist unter dem Einfluss von Enzmen, die von den Darmbakterien produziert werden. Jedes Enzym hat eine bestimmte Aufgabe, z.Bsp. Proteine aufzuschließen oder Vitamine herzustellen.</em></p>



<p><em>*8</em> <strong>Das limbische System</strong><em> ist ein Gebiet zwischen Großhirn und Gehirnstamm,</em></p>



<p><em>das die hormonale Steuerung und das vegetative Nervensystem beeinflusst und von dem gefühlsmäßige Reaktionen auf Umweltreize ausgehen.</em></p>



<p>*9 <strong>Metabolische Toxämie</strong><em> – Wenn Entzündungen, Stress oder versteckte Fette im Essen die natürlichen Barrieren geschädigt haben, die uns von den unzähligen Mikroorganismen im Darm trennen, können die Darmmikroben oder ihre Signalmoleküle die Darmschleimhaut in größerer Zahl durchdringen und das Immunsystem im Darm aktivieren. Die Folge kann eine sich im ganzen Körper ausbreitende Entzündung sein.</em></p>



<p>*10 <strong>Leaky gut </strong><em>bedeutet, dass die Barrierefunktion der Schleimhaut des Darms gestört ist. In Folge dessen können Bakterien und Toxine aus dem Darm in den Blutkreislauf gelangen und systemische Entzündung fördern.</em></p>



<p>Die Fakten über den Darm entsprechen neuesten Forschungsergebnissen und entsstammen im Wesentlichen folgenden Büchern:</p>



<p><em>Emeran Mayer, „Das zweite Gehirn“ ,</em></p>



<p><em>Alanna Collen, „10 % human“</em></p>



<p><em>Michael D. Gershon, „The second brain“</em></p>



<p><em>Gregor Hasler, „Die Darm-Hirn-Connection“</em></p>
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		<item>
		<title>Der Darm im (Un)-Gleichgewicht</title>
		<link>https://skarab.de/der-darm-im-un-gleichgewicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roman Steiner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Feb 2022 09:14:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Darm-Mikrobiom-Gehirn-Achse und Dysbiose Die Darmmikrobenzusammensetzung kann nach Darmerkrankungen ihren gesunden, stabilen Zustand einbüßen: das bezeichnen wir als eine „Dysbiose“. Eine wichtige Rolle dabei spielen Antibiotika, die häufig vorschnell und unnötig verschrieben und eingenommen werden. Akut kann Antibiotikagabe zu schweren Durchfällen und Darmentzündungen führen. Vor allem aber verringert sich durch sie auf lange Sicht die [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Darm-Mikrobiom-Gehirn-Achse und Dysbiose</p>



<p>Die Darmmikrobenzusammensetzung kann nach Darmerkrankungen ihren gesunden, stabilen Zustand einbüßen: das bezeichnen wir als eine „Dysbiose“.</p>



<p>Eine wichtige Rolle dabei spielen Antibiotika, die häufig vorschnell und unnötig verschrieben und eingenommen werden. Akut kann Antibiotikagabe zu schweren Durchfällen und Darmentzündungen führen.</p>



<p>Vor allem aber verringert sich durch sie auf lange Sicht die Anzahl der „normalen“ Darmbakterien, und tendenziell schädliche Gruppen wie Clostridium Diffizile *6 nehmen überhand.</p>



<p>Wichtig für die Gesundheit des Darms jedoch ist die Vielfalt innerhalb der Mikrobiota!</p>



<p>Eine anhaltende Dysbiose, häufig in Verbindung mit entzündlichen Veränderungen an der Darmschleimhaut, spielt eine entscheidende Rolle bei Erkrankungen wie der Colitis Ulzerosa, Morbus Crohn und dem Reizdarmsyndrom, das im Wesentlichen auf eine Störung der „Darm-Hirn -Achse“ zurückzuführen ist und immerhin 15 % der Weltbevölkerung betrifft.</p>



<p>Rolle der Emotionen/Traumata</p>



<p>Die Prägung der ersten Kindheitsjahre scheint bei Darmstörungen eine besondere Rolle zu spielen: ungelöste, unbewusste Traumata aus der Kindheit, wie Vernachlässigung oder Missbrauch, spielen bei Magen-Darm-Beschwerden wie dem Reizdarmsyndrom überdurchschnittlich häufig eine Rolle, Studien zufolge in 60% der Fälle.</p>



<p>Das erklärt, wieso eine Therapie des Darms sich nicht immer in Maßnahmen wie einer Darmreinigung oder Ernährungsumstellung erschöpft.</p>



<p>Vielmehr kann es manchmal notwendig sein, einen Umgang mit den Überbleibseln emotionaler Erfahrungen in Jugend und Kindheit zu finden, um Darmstörungen zu behandeln.</p>



<p>Auch Achtsamkeitsübungen oder Meditation können dabei eine wichtige Rolle spielen.</p>



<p>Die Bedeutung von Stress</p>



<p>Untersuchungen ergaben eine besonders enge Beziehung zwischen dem Stressniveau von Müttern im Umgang mit ihren kleinen Kindern, wie auch in der Zeit der Schwangerschaft, und der Art &amp; Weise, wie das Nervensystem des Kindes später auf Stress reagierte.</p>



<p>Die Übertragung von Stressauswirkungen von einer Generation auf die nächste fällt in das Forschungsgebiet der „Epigenetik“: über die Markierung bestimmter Gene, die für die Stressreaktion zuständig sind, und die von Generation zu Generation weiter gereicht werden, können epigenetische Veränderungen hervorgerufen werden, die mehrere Generationen andauern.</p>



<p>Stress im Mutterleib kann demzufolge Ängste und Depressionen, bis hin zu Schizophrenie und Autismus-Spektrum-Erkrankungen zur Folge haben.</p>



<p>Darüber hinaus trägt auch dauerhafter, als negativ erlebter Stress im Erwachsenenalter zur Reduktion der Vielfalt unserer Darmmikrobiota bei.</p>



<p>Rolle von Antibiotika</p>



<p>Grundsätzlich schädigen „Antibiotikakuren“, besonders mit Breitbandantibiotika, die Darmmikrobiota nachhaltig, indem sie viele der weniger dominanten Bakterienstämme vernichten, und so die Vielfalt der Mikrobiota massiv reduzieren. Das kann nachträglich zur Entwicklung verschiedenster Krankheiten beitragen, am häufigsten aber zu Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten.</p>



<p>Breitbandantibiotika sind die wichtigste Ursache für eine reduzierte bzw. eine krankhaft veränderte Darmmikrobiota.</p>



<p>Außerdem scheint es einen Zusammenhang zu geben zwischen Antibiotikagabe und Emotionen wie Angst.</p>



<p>Bestimmte Mikroorganismen sind in der Lage, den Neurotransmitter GABA zu produzieren, der das limbische System *8 des Gehirns mit im Gleichgewicht hält.</p>



<p>Wahrscheinlich treten Angsstörungen deshalb oft als eine Folge der – nach Antibiotikagabe gestörten – Darmmikrobiota auf.</p>



<p>In diesem Zusammenhang läßt sich auch auf die <em>Bedeutung positiver Emotionen</em> hinweisen: Die Signale, die durch sie an unsere Darmmikroben gesendet werden, verbessern vermutlich unseren Schutz vor Darminfektionen, Darmentzündungen und anderen Krankheiten.</p>



<p>Bedeutung von Geburt/Stillen für die Darmmikrobiota</p>



<p>Das vaginale mikrobische Milieu der Mutter versorgt den Darm des/der Neugeborenen mit Mikroorganismen, und überträgt so ihren Schutz und ihre Abwehr auf das Kind.</p>



<p>Bei einem Kaiserschnitt fällt diese Übertragung vollständig weg.</p>



<p>Spezifische Moleküle in der Muttermilch fördern außerdem den Wachstum der Mikroorganismen so lange, bis das Kind seine eigene, einzigartige Mikrobiota aufgebaut hat.</p>



<p>Das Stillen von Kindern kann möglicherweise die Kommunikation zwischen dem Darm, der Mikrobiota und dem Gehirn positiv verändern und die Entwicklung wichtiger Schaltkreise/Systeme im Gehirn fördern.<br>Langzeitstudien ergaben: Je länger ein Kind gestillt wird, umso größer ist sein Gehirn, und umso erfolgreicher ist seine kognitive Entwicklung</p>



<p>Die Rolle der Muttermilch, die Pro-und Präbiotika *7 enthält, ist für die Entwicklung der Darmmikrobiota also von wesentlicher Bedeutung.</p>



<p>Das Mikrobiom wird in der Kindheit programmiert. Aber: Darmmikroben und ihre Verbindung zum Gehirn bleiben ein Leben lang flexibel und anpassungsfähig.</p>



<p><em>*6</em><em><strong> Clostridium difficile</strong></em><em>(Einer der häufigsten Krankenhauskeime) ist der häufigste Erreger nosokomialer und Antibiotika-assoziierter Durchfallerkrankungen.</em></p>



<p><em>*7 </em><strong>Probiotika</strong><em> sind Zubereitungen (Produkte), die lebende Mikroorganismen enthalten.</em></p>



<p><em>Präbiotika sind Stoffe, die von Wirtsmikroorganismen genutzt werden, also eine Art Nahrungsquelle für die Mikroorganismen darstellen (meist Kohlehydrate/Ballaststoffe).</em></p>



<p>Die Fakten über den Darm entsprechen neuesten Forschungsergebnissen und entsstammen im Wesentlichen folgenden Büchern:</p>



<p><em>Emeran Mayer, „Das zweite Gehirn“ ,</em></p>



<p><em>Alanna Collen, „10 % human“</em></p>



<p><em>Michael D. Gershon, „The second brain“</em></p>



<p><em>Gregor Hasler, „Die Darm-Hirn-Connection“</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://skarab.de/der-darm-im-un-gleichgewicht/">Der Darm im (Un)-Gleichgewicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://skarab.de">Skarab – Praxis für Darmgesundheit</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wunder Darm</title>
		<link>https://skarab.de/wunder-darm/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roman Steiner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Feb 2022 09:06:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://skarab.de/?p=2073</guid>

					<description><![CDATA[<p>In den letzten Jahrzehnten hat die Forschung Licht in unseren Darm gebracht, und beinah Unvorstellbares zutage gefördert. Wir bestehen zum größten Teil aus Mikroben, die – im Gegensatz zu der landläufigen Meinung, durchaus hilfreich, ja, unverzichtbar für unser Leben sind. Diese tummeln sich in unserem Darm, vor allem im Dickdarm. Im Laufe unseres Lebens tragen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://skarab.de/wunder-darm/">Wunder Darm</a> erschien zuerst auf <a href="https://skarab.de">Skarab – Praxis für Darmgesundheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p></p>



<p>In den letzten Jahrzehnten hat die Forschung Licht in unseren Darm gebracht, und beinah Unvorstellbares zutage gefördert.</p>



<p>Wir bestehen zum größten Teil aus Mikroben, die – im Gegensatz zu der landläufigen Meinung, durchaus hilfreich, ja, unverzichtbar für unser Leben sind.</p>



<p>Diese tummeln sich in unserem Darm, vor allem im Dickdarm.</p>



<p>Im Laufe unseres Lebens tragen wir Mikroben in unserem Darm herum, die dem Gewicht von 5 afrikanischen Elefanten entsprechen(!) Diese Mikroben beeinflussen unser Körpergewicht, haben einen entscheidenden Einfluss auf unsere Immunabwehr, unsere geistige und körperliche Gesundheit, unseren Umgang mit andern Menschen und unserer Umwelt.</p>



<p>Viele Krankheiten und Ungleichgewichte wie Übergewicht, Autismus-Spektrum-Erkrankungen, Formen von „Geisteskrankheit“, natürlich Verdauungsbeschwerden, aber auch Allergien, Autoimmunkrankheiten und sogar Krebs, haben ihre Wurzel in einem Ungleichgewicht der Darmmikrobiota.</p>



<p>Unser Darm hat sein eigenes Nervensystem (enterisches NS), das aus <em>50-100 Millionen Nervenzellen</em> besteht (<em>eben so viele wie das Rückenmark</em>) und auch als <em>„zweites Gehirn“</em> bezeichnet wird.</p>



<p>Die Darmschleimhaut enthält eine enorme Anzahl endokriner Zellen (<em>alle zusammen größer als alle anderen endokrinen</em><em> </em><em>Organe </em><em>*1</em><em> – Keimdrüsen, Schilddrüse, Nebenschilddrüse und Hypophyse &#8211; zusammen</em>), die bis zu 20 verschiedene Hormone produzieren.</p>



<p>Sie speichert 95% des Serotonins (unser „Glückshormon“, verantwortlich für unsere Stimmung, eine gesunde Darmfunktion, die koordinierte Kontraktion des Darms, unseren Schlaf, Appetit sowie unser Schmerzempfinden).</p>



<p>Der Darm als Sinnesorgan/ die Darm-Hirn-Achse</p>



<p>Der Darm ist ein Sinnesorgan, wie unsere Haut. Von allen unseren Sinnesorganen hat er die größte Oberfläche (die Größe eines Basketballfelds!).</p>



<p>Tausende von kleinen Sensoren codieren die gewaltige Menge an Infos, die unser Essen enthält.</p>



<p>So erfolgt eine ständige Sammlung von Informationen über Nahrung und Umgebung mit Hilfe von den Signalmolekülen unserer Darmbakterien: Es wäre zwar möglich, ohne Darmbakterien zu leben, aber unsere <em>Gehirnentwicklung</em> wäre dann massiv gestört.</p>



<p>Denn der Darm kommuniziert ständig mit unserem Gehirn über die sogenannte „Darm-Hirn-Achse“.</p>



<p>Nervernstränge laufen vom Darm zum Gehirn und zurück</p>



<p>Hormone und Entzündungsmoleküle werden vom Gehirn aufgrund von Signalen des Darms gebildet. Sie wiederum erzeugen Empfindungen im Darm, die das Hirn speichert Es gibt also eine ständige wechselseitige Kommunikation.</p>



<p>Man kann sagen: <em>Das Hirn trifft Entscheidungen auf der Grundlage von Darmsignalen!</em></p>



<p>So beeinflusst der Darm unser Wohlbefinden, unserer Emotionen, sowie intuitive Entscheidungen. Der Darm kann also gleichzeitig Informationen empfangen und „Bauchentscheidungen“ aussenden.</p>



<p>Der Darm und das Immunsystem</p>



<p>Darmbakterien haben einen entscheidenden Einfluss auf unser Immunsystem.</p>



<p>Das muss einen nicht verwundern, da 80% des Immunsystems im Darm angesiedelt ist.</p>



<p>Dabei enthält der Darm mehr Immunzellen als das Blut und das Knochenmark.</p>



<p>Eine wesentliche Aufgabe des Darms also ist die Abwehr von ungünstigen äußeren Einflüssen, mit denen er über die Nahrungsaufnahme ständig konfrontiert ist.</p>



<p>Allgemein gilt, dass unsere Darmflora das Immunsystem tendenziell eher beruhigt und hemmt.</p>



<p>Einerseits also beschützen uns die Darmbakterien vor schädlichen Fremdeinflüssen, andererseits bewirken sie, dass unser Immunsystem nicht ständig alles abwehrt, sozusagen „ammok läuft“, wie das bei Allergien und einigen Autoimmunkrankheiten der Fall ist.</p>



<p>Die Mikrobiota</p>



<p>Der Begriff Mikrobiota hat den der „Darmflora“ ersetzt. Der Darm wird besiedelt von Bakterien, Archaeen *2, Pilzen, Viren: sie alle zusammen bilden die Darmmikrobiota.</p>



<p>„Unsere“ Mikroorganismen übertreffen uns weit an der Zahl (<em>Im Darm leben 100 000mal mehr Mikroben als Menschen auf der Erde!</em>)</p>



<p>Es gibt mehr als 100 Billionen Mikroben im Dickdarm. Ungefähr die gleiche Anzahl von Zellen, die unser Körper insgesamt besitzt (die roten Blutkörper mitgerechnet). Allerdings sind sie kleiner als die Körperzellen. Deshalb wiegen alle zusammen „nur“ etwa soviel wie das Gehirn.</p>



<p>Die 1000 Bakterienarten, die die Mikrobiota bilden, enthalten mehr als 7 Millionen Gene; auf jedes menschliche Gen kommen bis zu 360 Bakteriengene. W<em>eniger als 1 % der Summe aller menschlichen und mikrobischen Gene (Hologenom </em><em>*3</em><em>) sind menschlichen Ursprungs.</em> Ihre Anzahl entspricht denen einer Fruchtfliege.</p>



<p>Keine 2 Menschen haben die gleiche Darmmikrobiota. Ihr Aufbau hängt ab von</p>



<ul class="wp-block-list"><li>der Mikrobiota der Mutter</li><li>der Mikrobiota anderer Familienmitglieder (Mitglieder desselben Haushalts)</li><li>der Ernährung</li><li>der Aktivität des Gehirns bzw. <em>unserem Gemütszustand</em></li></ul>



<p>Ein gesundes Darmmikrobiom ist gekennzeichnet von Vielfalt und Fülle der Mikrobenspezies.</p>



<p>Mikrobische Vielfalt wiederum geht mit Stabilität und Resilienz *4 einher, also einem stabilen, gesunden Zustand.</p>



<p>Ein Mensch hat nur 10% seiner Darmmikrobenspezies mit anderen Menschen gemeinsam.Die Zusammensetzung unserer Darmmikrobiota bleibt im Wesentlichen ziemlich stabil, aber die Signalmoleküle, die unsere Mikroben bilden, die Metaboliten *5 , verändern sich Laufe des Lebens.</p>



<p>Der „Mikrobenjargon“</p>



<p>Mikroben können über Moleküle mit uns kommunizieren!</p>



<p>Gehirn, Darm und Mikroben, Verdauungsorgane, Immunsystem und Nervensystem kommunizieren miteinander über den sogenannten „Mikroben-Jargon“, eine gemeinsame biochemische Sprache.</p>



<p>Die Darmmikroben beeinflussen unsere Emotionen, indem sie Signale erzeugen und modulieren, die der Darm dem Gehirn übermittelt (s.o.).</p>



<p>So kommt es zu einer Wechselwirkung zwischen unseren Emotionen und den Reaktionen unseres Darms: emotionale Zustände, wie zum Beispiel Depressionen, können durch Darmsignale verstärkt bzw. verlängert werden.</p>



<p>Darmmoleküle beeinflussen über das Gehirn also nicht nur unseren Appetit, sondern gleichsam Emotionen, unser Verhalten und den Geist: unser Denken, und die Schlüsse, die wir ziehen.</p>



<p>Der „Migrierender motorischer Komplex“ (MmK)</p>



<p>Der MmK ist das „Putzpersonal“ des Körpers. Es handelt sich um eine Druckwelle, die zwischen den Mahlzeiten alles hinaus fegt , was der Magen nicht auflösen, oder hinreichend zerlegen konnte (unerwünschte Mikroben im Dünndarm z.Bsp. , die aus dem Dickdarm nach oben gewandert sind).</p>



<p>Sie setzt ein , wenn sich im Magen-Darm-Trakt keine Nahrung mehr befindet (nach ca. 17 Stunden). Wenn wir für diese Dauer keine Nahrung zu uns nehmen, bewegt sich diese Welle alle 90 Minuten langsam von der Speiseröhre zum Enddarm und übt dabei so viel Druck aus, dass sie Paranüsse zerdrücken könnte.</p>



<p>Die Metaboliten</p>



<p>Metaboliten sind Signalmoleküle, die die Darmmikroben mit Hilfe ihrer zahlreichen Gene erzeugen. Sie haben einen Einfluss auf den Magen-Darm-Trakt, das Blut, beeinflussen jedes</p>



<p>Organ und nicht zuletzt das Gehirn. Sie können in ihrem Zielorgan eine leichte Entzündung verursachen, und so Adipositas, Herzerkrankungen, chronische Schmerzen und degenerative Gehirnerkrankungen herbeiführen.</p>



<p>Das Darmmikrobiom kann etwa 500 000 verschiedene Metaboliten *5 produzieren. Zusammengenommen ergeben sie das neuroaktive „Metabolom“.</p>



<p>Die Metaboliten werden von ca. 7 Mio. Genen produziert (20 000 hat das menschliche Genom). Etwa 40 % der Metaboliten werden also nicht von unseren eigenen Zellen und Geweben programmiert. Einen wichtigen Einfluss darauf welche Stücke dieses Orchester (die Signalmoleküle unserer Darmmikroben) in was für einer Qualität spielt, hat die Nahrung, die wir zu uns nehmen.</p>



<p>*1 <strong>endokrine Organe </strong>sind Organe, die Hormone ans Blut abgeben.</p>



<p>*2 <strong>Archaea</strong> <em>sind einzellige Organismen, die nicht &#8211; wie eukaryotische Zellen &#8211; einen Zellkern mit Kernmembran haben, sondern, wie auch die Bakterien, in sich geschlossene DNA-Moleküle (zirkuläre Chromosomen), die im Zellplasma als Kernäquivalent ohne Hülle vorliegen. Archaeen und Bakterien werden auch „Prokaryoten“ genannt.</em></p>



<p><em></em>*3 <strong>Das Hologenom</strong> <em>(auch „</em><em>Holobiont“)</em><em>ist ein biologisches System, das aus einem Wirtsorganismus und einer Mehrzahl mit diesem eng zusammenlebenden Arten besteht.</em></p>



<p><em>Die aktuelle Forschung in den Lebenswissenschaften legt nahe, dass alle Eukaryoten (Lebewesen, deren Zellen über einen Zellkern verfügen: Tiere, Pflanzen, Menschen, s.o.) mit ihren förderlichen Prokaryoten (Lebewesen, deren Zellen über keinen Zellkern verfügen: Bakterien und Archaea), möglicherweise unter Einschluss der Viren, eine Lebensgemeinschaft bilden, vielfach sogar auf sie angewiesen sind.</em></p>



<p><em>*4</em><strong>Resilienz </strong><em>bedeutet Widerstandskraft; also die Fähigkeit, schwierige und herausfordernde Situationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen.</em></p>



<p>*5 <strong>Metaboliten</strong><em> sind chemische Signale, die die Darmmikroben aussenden, meist unter<br>dem Einfluss von Enzmen, die von den Darmbakterien produziert werden.<br>Jedes Enzym hat eine bestimmte Aufgabe, z.Bsp. Proteine aufzuschließen, oder<br>Vitamine herzustellen.</em></p>



<p>Die Fakten über den Darm entsprechen neuesten Forschungsergebnissen und entstammen im Wesentlichen folgenden Büchern:</p>



<p><em>Emeran Mayer, „Das zweite Gehirn“ ,</em></p>



<p><em>Alanna Collen, „10 % human“</em></p>



<p><em>Michael D. Gershon, „The second brain“</em></p>



<p><em>Gregor Hasler, „Die Darm-Hirn-Connection“</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://skarab.de/wunder-darm/">Wunder Darm</a> erschien zuerst auf <a href="https://skarab.de">Skarab – Praxis für Darmgesundheit</a>.</p>
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